#HHhilft – Initiativen für Flüchtlinge in Hamburg

  1. Kleiderkammer Hamburg Messehallen

Der Winter ist bereits da und das bedeutet, dass viele Flüchtlinge ohne warme Anziehsachen da stehen, da sie ihr gesamtes Hab und Gut in ihrer Heimat zurück lassen mussten. Aus dieser Not ist im August 2015 das Projekt „zusammenschmeißen.de“ in den Hamburger Messehallen entstanden. In enger Absprache mit dem städtischen Unterbringungsunternehmen „fördern & wohnen“ werden Unterkünfte für Flüchtlinge in ganz Hamburg mit Kleider- und Sachspenden versorgt.

Auf der Homepage www.zusammenschmeißen.de kann nachgelesen werden, welche Artikel noch dringend benötigt werden. Es engagieren sich zahlreiche ehrenamtliche Hamburger, sodass sich dieses Projekt zum größten Dreh und Angelpunkt für Kleiderspenden in Hamburg entwickelt hat. Im November diesen Jahres hat die Kleiderkammer mit Hanseatic Help e.V. einen eigenen Verein gegründet. Jeder ist eingeladen, zu helfen – auch wenn Sie nur eine Stunde entbehren können, zögern sie nicht und helfen Sie vor Ort.

Weitere Informationen unter:
http://www.zusammenschmeissen.de

  1. Willkommen im Sport

Der Hamburger Sportbund (HSB) und die Hamburger Sportjugend haben gemeinsam eine Initiative gestartet, um den Flüchtlingen mehr Sport- und Bewegungsmöglichkeiten zu bieten.

Durch dieses Projekt haben Sportvereine seit dem 19.10.2015 die Möglichkeit, Anträge auf finanzielle Unterstützung für die Durchführung von Angeboten in Kooperation mit Erstaufnahmeeinrichtungen und Folgeunterkünften zu stellen. Bei den Maßnahmen kann es sich um ganzjährige Angebote, Kurse, Ferienprogramme oder eintägige Veranstaltungen handeln, die gezielt Flüchtlinge ansprechen und zu deren Integration beitragen sollen.

Mehr Informationen für Sportvereine:
http://www.hamburger-sportbund.de/artikel/532/sport-und-bewegungsangebote-fuer-fluechtlinge

  1. Refugees welcome – Karoviertel

Das Projekt „Refugees welcome – Karoviertel“ ist eine selbst organisierte Initiative des Hamburger Stadtteils Karoviertel in St. Pauli, bei dem sich zahlreiche Menschen für Geflüchtete einsetzen und sich für ein gutes Ankommen in Hamburg stark machen. Es haben sich viele Arbeitsgruppen gebildet, die sich unterschiedlichen Themen – von Gesundheitsversorgung, Frauen und Sport über Kinderprogramm, Ausflügen und Übersetzungen bis hin zu Leerstand, Medienarbeit und Kommunikation – widmen.

Weitere Informationen und Kontaktdaten unter:
https://refugeeswelcome20357.wordpress.com

  1. Dialog in Deutsch

Bei der Initiative „Dialog in Deutsch“ haben Flüchtlinge die Möglichkeit, in 80 Gesprächsgruppen Deutsch zu lernen, zu üben und andere Menschen kennen zu lernen. Angeboten werden diese Dialoggruppen stadtweit in allen 33 Bücherhallen in Hamburg. Das Angebot ist offen für alle, kostenlos und eine Teilnahme ist ohne Voranmeldung möglich. Die Gruppen werden von geschulten Ehrenamtlichen geleitet. Jeder ist herzlich willkommen!

Weitere Informationen unter:
https://www.buecherhallen.de/ehrenamt-dialog-in-deutsch

  1. Jal ALB e.V.

Das Projekt Jal ALB wurde mit der Idee gründet, geflüchteten Kindern und Familien in den Flüchtlingsunterkünften eine Auszeit und Ablenkung aus den Lagern zu ermöglichen und durch Ausflüge und Feste eine schöne Zeit zu bieten. Der ungewöhnliche Vereinsname setzt sich zusammen aus dem Vornamen des 1. Vorsitzenden „Jalal“ und dem Wort „ALB“, welches im arabischen „das Herz“ bedeutet. In Kombination ergibt sich die Namensbedeutung „Jalals Herzensangelegenheit“.

Der Verein legt viel Wert auf eine nachhaltige Integration und eine aktive Einbindung der Geflüchteten in die Ausflüge. So erhalten sie einen HVV-Fahrplan und eine Wegbeschreibung, sodass die sie das Ausflugsziel bei Interesse auch im Nachhinein erneut besuchen können. Das Team besteht aus einer gemischten Gruppe mit unterschiedlichen kulturellen und sprachlichen Hintergründen, wodurch Multikulturalität und Toleranz gefördert werden. Eine tolle Idee, wie wir finden.

Weitere Informationen unter:
http://jal-alb.de

  1. Sprachbrücke Hamburg

Die Sprache ist das A und O einer erfolgreichen Integration in einem neuen Land. Es hat sich oft gezeigt, dass die Sprachkenntnisse, die in einem Integrationskurs erlernt wurden, nach kurzer Zeit wieder rapide abnehmen, wenn nicht die Gelegenheit besteht, das neue Wissen regelmäßig anzuwenden. Dies hat sich das Projekt „Sprachbrücke Hamburg“ zur Aufgaben gemacht und verfolgt mit dem Motto „Sprache im Alltag“ eine Vision, die neu erlernte Sprache auch anwenden und ausbauen zu können.

Der Leitgedanke hierbei ist es, regelmäßige Gesprächsgruppen an festgelegten Orten anzubieten und anschließenden kleinere Exkursionen zum (lebenspraktischen) Erkunden der neuen Heimatstadt durchzuführen. Damit verzahnt „Sprache im Alltag“ die sprachliche Integration in Theorie und Praxis.

Alle Angebote von Sprachbrücke-Hamburg e.V. werden von Ehrenamtlichen geleitet, die für diese Aufgabe speziell geschult und begleitet werden.

Weitere Informationen unter:
http://www.sprachbruecke-hamburg.de/index.html

  1. Ankerlicht (ein Projekt von SchlauFox e.V.)

Der Anker, ein Symbol für Hoffnung, Zuversicht, Sicherheit und Halt in stürmischen Zeiten. Das Licht steht für Orientierung und Geborgenheit. Mit dem Mentoring-Projekt „Ankerlicht“ möchte SchlauFox jungen Flüchtlingen das Ankommen und Ankerwerfen in ihrer neuen Heimat erleichtern und sie dabei unterstützen.

Das ehrenamtliche Projektteam begleitet junge Flüchtlinge in Hamburg durch fachliche Nachhilfe auf ihrem Bildungsweg und darüber hinaus und unterstützt sie in allen Lebenslagen. Das Projekt befindet sich derzeit noch in der Pilotphase, jedoch sind die ersten Jugendlichen bereits in ehrenamtlicher Betreuung.

Weitere Informationen unter:
http://schlaufox.de/projekte/ankerlicht

(kt)