Mund auf gegen Rassismus

Vor kurzem bekam ich eine Mail über meinen REFUBURG-Account. Im Verteiler standen noch 40 weitere Initiativen und Vereine aus Hamburg. In der Mail wurden wir dazu aufgefordert, unsere Arbeit niederzulegen. Denn wir würden uns angeblich „strafbar“ machen, da wir damit „Asylbetrüger“ unterstützen würden. Diese Mail wird seit einiger Zeit immer wieder unter dem Absender „AH Magazin“ an Initiativen und Menschen in ganz Deutschland verschickt, die sich für Flüchtlinge einsetzen.

Aus dem Text geht deutlich hervor, dass der Inhalt rechtsradikaler Gesinnung ist. Aber dennoch sind die Behörden seit einem Jahr (als die erste Meldung über solch eine Mail auftauchte) nicht in der Lage, die Drahtzieher hinter diesen Mails aufzuspüren. Viel wichtiger ist es deshalb, den Mund auf zu machen. Mut zu haben, das Wort gegen rassistische Äußerungen zu ergreifen. Nur so haben wir eine Chance, auch gehört zu werden. Wer schweigt bleibt unsichtbar. Und das können wir nicht wollen. Schon gar nicht, wenn diskriminierende, rassistische und in diesem Fall auch eindeutig rechtsradikale Tendenzen und Äußerungen in unserer Gesellschaft immer lauter werden. Dagegen müssen wir uns wehren. Und wir müssen diejenigen ermutigen, die sich nicht trauen, das Wort in so einem Moment zu ergreifen.

Also gilt unser Apell eindeutig an alle diejenigen, die sich selbst als Teil einer liberalen und toleranten Gesellschaft sehen: Habt Mut, steht auf und hört auf zu schweigen. Ihr seid im Recht. Die Menschenwürde ist unantastbar. Also scheut nicht vor Diskussionen mit der Familie, mit Freunden, Bekannten und mit Fremden. Hört auf zu schweigen. Macht den Mund auf gegen Rassismus!

(kk)