The DNA-Journey

Die Welt wäre ein besserer Ort, wenn wir uns alle in den Armen liegen würden. Unsere Nachbarn, egal ob im gleichen Haus, in der gleichen Stadt, aus dem Nachbarland oder sogar vom anderen Kontinent, akzeptieren und annehmen würden. Die Welt wäre ein besserer Ort, wenn wir eine Welt wären. Und nicht eine, die zerrüttet ist von Krieg und Fremdenfeindlichkeit, Ablehnung und Hass.

Doch häufig pocht jeder auf seine eigene Nationalität. „Ich bin 100% deutsch“ oder „Die Briten? Mit denen haben wir doch nichts gemeinsam“, sind nur zwei Sätzen von vielen, die sich Menschen zuwerfen. Und das ist ja noch harmlos.

Doch haben wir nicht doch alle mehr gemeinsam haben, als wir denken?

Das Projekt „The DNA Journey“ tritt an, um genau das zu beweisen. 67 Leute von überall auf der Welt wurden gebeten, einen DNA Test zu machen. Leute, die vor dem Test der Überzeugung sind, dass sie genau wissen, wo sie herkommen – Kuba, Frankreich, Deutschland, England, aber ganz bestimmt nirgendwo anders her. Vorstellbar, wie groß die Überraschung ist, als jeder Teilnehmer entdeckt: Ich bin vielleicht in England geboren, aber meine Abstammung ist auch deutsch, französisch, etc. Oder der junge Mann aus Kuba, der auch osteuropäischer Abstammung ist.
Das Ergebnis verblüfft die Teilnehmer: „Allgemein gesagt sind wir alle in gewisser Weise Cousins und Cousinen.“ Eine Teilnehmerin geht sogar so weit, zu sagen: „Es gäbe keinen Extremismus auf der Welt, wenn die Leute ihre Abstammung so genau kennen würden.“

Und vielleicht hat sie damit sogar Recht. Denn uns alle verbindet mehr, als wir denken. Es wird Zeit, dass wir das erkennen und so Grenzen überwinden.

(hh)